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,,Nichts ist gut oder schlecht. Das Denken macht erst dazu.''









Der Bauer und das Pferd

Eine alte chinesische Geschichte erzählt von einem Bauern in einem armen Dorf. Er galt als reich, denn er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte.

 

Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, aber der Bauer meinte nur: „Wer weiß schon, was gut und was schlecht ist.“

Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück und brachte zwei Wildpferde mit. Die Nachbarn freuten sich alle für ihn, aber der Bauer antwortete erneut: „Wer weiß schon, was gut und was schlecht ist.“

Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, eines der Wildpferde zu reiten. Das Pferd warf ihn ab und er brach sich beide Beine. Die Nachbarn bekundeten ihm alle ihr Mitgefühl für dieses Unglück, aber vom Bauer hörten sie wieder nur ein: „Wer weiß schon, was gut und was schlecht ist.“

In der nächsten Woche kamen Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um die jungen Männer zur Armee zu holen. Ein Krieg mit dem Nachbarkönigsreich bahnte sich an. Den Sohn des Bauern wollten sie nicht, weil seine Beine gebrochen waren.

Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer: „Wer weiß schon, was gut und was schlecht ist.“

Wohl jeder von uns erlebt hin und wieder ein größeres Missgeschick oder ein Unglück und hadert deshalb mit seinem Schicksal. Aber was wir als Unglück oder Pech empfinden, stellt sich im Nachhinein gelegentlich als Glück heraus.

TO THINK ABOUT

Der wahre Wert

 

Ein junger Mann kam zu einem spirituellen Lehrer und sagte: „Meister, ich fühle mich so wertlos. Immer wieder bekomme ich zu hören, ich sei zu nichts zu gebrauchen. Man sagt, ich sei ein Nichtsnutz, was ich anstelle, mache ich falsch, ich sei ungeschickt und dumm dazu. Was kann ich tun, um ein wertvoller Mensch zu werden?“

Der Meister antwortete: „Wenn Du mir zuerst bei einer kleinen Sache helfen würdest, könnte ich mich danach um dein Problem kümmern.“

Der Mann stimmte zu, und der Meister drückte ihm einen Ring in die Hand mit den Worten: „Geh zum Markt und verkaufe diesen Ring auf keinen Fall für weniger als ein Goldstück.“

Der junge Mann versuchte, auf dem Markt mit verschiedenen Händlern ins Geschäft zu kommen, aber keiner wollte ihm auch nur ein Silberstück für den Ring geben. Enttäuscht kam er schließlich zum Meister zurück und sagte, es sei ihm leider nicht geglückt, die Händler über den wahren Wert des Ringes hinwegzutäuschen.

„Nun“, sagte der Meister, „dann geh zum Schmuckhändler und frag den, was er dir für den Ring geben würde.“

Als der ihm nach genauer Prüfung ohne zu zögern 58 Goldstücke anbot, kam der junge Mann völlig aufgewühlt zum Meister zurück.

„Siehst du“, sagte der Meister, „du bist wie dieser Ring – ein Schmuckstück, kostbar und einzigartig. Und genau wie bei diesem Ring kann deinen wahren Wert nur ein Fachmann erkennen. Warum irrst du also durch dein Leben und erwartest, dass jeder X-Beliebige um deinen Wert weiß?“ Warum machst du dich davon abhängig, was andere Menschen von Dir denken?“